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Internationale Friedenskonferenz 2010 in München

14. Dezember 2009

Frieden und Gerechtigkeit gestalten – NEIN zum Krieg

8. Internationale Münchner Friedenskonferenz
04.02.2010 19:30 Uhr
bis 07.02.2010 13:00 Uhr
ReferentInnen:
  •   Peter Bürger, Asha Hagi, Lejandra Londono, Cynthia Ann McKinney
  • Zum 8. Mal in Reihe wird der Trägerkreis Friedenskonferenz in München die Alternativveranstaltung zur Münchner „Sicherheits“konferenz ausrichten.
    Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen der Münchner Friedenskonferenz ist nicht erforderlich. Bitte kommen Sie rechtzeitig zur Veranstaltung im Alten Rathaus – Einlaß 18.00 Uhr.
    Die Veranstalter organisieren keine Übernachtungsplätze für TeilnehmerInnen. Bitte organisieren Sie ihre Übernachtung selbst, falls Sie von auswärts kommen und an der Konferenz teilnehmen möchten.
    Altes Rathaus und andere Veranstaltungsorte
    München
    Veranstalter:
  •   Trägerkreis in Zusammenarbeit mit dem Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk zur Förderung der Friedensarbeit der DFG-VK Bayern
  • Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Rahmen der Münchner Friedenskonferenz finden sich hier.

    Gedanken-zur-Friedensarbeit,-sozialer Gerechtigkeit

    12. Dezember 2009

    Schnittpunkt:2012: Die geistige Revolution ist schon im Gange

    12. Dezember 2009

    Schnittpunkt:2012: Die geistige Revolution ist schon im Gange

    Gedanken zur Friedensarbeit, sozialer Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit

    28. November 2009
    Einleitung

     

    In diesem Artikel möchte ich darstellen, welche Friedenskonflikte Europa in unmittelbarer Zukunft bevorstehen, dass es auf keinen Fall zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen darf und dass es wichtig ist an Stelle von Protesten sich neue Lebensinhalte und Zukunftsperspektiven zu setzen.

    Die gegenwärtige Finanzkrise hat in Ihren negativen Auswirkungen längst noch nicht ihren Höhepunkt erreicht und für viele Menschen, auch in den bisher reichen Ländern Mitteleuropas, wird es Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not bedeuten. Dies ist auch den Regierenden bewusst und in Deutschland zum Beispiel wird daran gearbeitet, die Gesetze zur Bundeswehr so zu ändern, dass es leichter wird, die Bundeswehr auch bei inneren Krisen einzusetzen. Offiziell dient es der Sicherheit gegen terroristische Anschläge, insgeheim wird aber mit Unruhen durch unzufriedene Bevölkerungsgruppen gerechnet. Auch die Polizeikräfte werden schon geschult, wie gegen aufständische Arbeitslose vorgegangen werden kann. Der Staat hat die Aufgabe für sozialen Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen und wirtschaftliche und soziale Not seiner Bürger bestmöglich abzuwenden. Es nicht verwunderlich, dass er in weiser Voraussicht mit dem Unmut vieler in Not geratener rechnet, denn die zur Abwendung der Wirtschaftskrise zur Zeit propagierten Mittel, Steuergelder in ein längst überfälliges Wirtschaftssystem zu investieren kann wohl kaum dazu in der Lage sein die Not finanziell Schwächerer zu lindern und wird zu Recht auch als ungerecht empfunden. Ein Mensch, der Aufgrund von Misswirtschaft und Spekulation von Seiten der Finanzmanager seinen Arbeitsplatz verliert und mit ansehen muss, wie die gleichen Finanzmanager mit Steuerzuwendungen belohnt werden, er selbst aber im Falle einer Verschuldung mit aller Härte angegangen wird, hat natürlicherweise Grund sich zu ärgern. Noch hält sich dies in Grenzen, da doch stille Hoffnung besteht, der Staat wird schon wissen was er tut und den Versprechungen geglaubt wird, die getroffenen Maßnahmen kommen am Ende auch Ihm zugute und führen in alte Zeiten des Wirtschaftswunders zurück. Es steht aber zu erwarten, dass die Situation sich noch dramatisch verschärft und den sozialen Frieden gefährdet.

    Ein weiterer existenter Krisenherd wird sich ausweiten, das Problem der afrikanischen Migranten. Auf Grund der Klimaveränderungen werden immer größere Gebiete Afrikas unbewohnbar, Hunger und Elend treiben die Bewohner in die wohlhabenderen Länder Europas. Italien stellt zur Zeit eine 30.000 Mann starkes Militärkontingent auf um Migranten abzuwehren.

    Der aktuelle Weltklimagipfel in Kopenhagen ist in dieser Hinsicht von großer Bedeutung und darf nicht mit bloßen Versprechungen vertan werden. Entscheidend dabei wird sein, dass man sich nicht auf die Politiker verlässt, sondern jeder Erdenbürger wird durch seine innere Haltung, Gedankenausrichtung und kleineren oder größeren Aktionen am Ausgang mitarbeiten, denn die Politik kann nur umsetzen was durch die Menschen als Zeitstimmung in der Atmosphäre lebt.

     

    Not und Existenzangst erhöhen die Gewaltbereitschaft

     

    Untersuchungen der Friedensforschung belegen, dass Gewaltbereitschaft und soziale Unruhen mit Hunger, Armut und sozialer Not steigen. Ein Mensch, der seine Existenz gefährdet sieht bekommt es mit der Angst zu tun und sucht natürlicher weise einen Ausweg. Die Angst ist aber ein schlechter Ratgeber und wenn diese Emotion den Menschen beherrscht steigen Gewalt und Aggressionsbereitschaft. Der Alltag zeigt, dass die aus Angst geborene Aggression viele Gesichter hat und sich in der Regel durchaus nicht immer gegen den Verursacher richtet, sondern oftmals gegen Schwächere richtet oder auch durch geschickte Manipulation auf vermeintliche Feinde projiziert und von Mächtigen ausgenutzt wird. Es ließen sich viele Beispiele dafür anführen, wie Mobbing am Arbeitsplatz, Gewalt in der Familie, Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit oder denken wir an das 3. Reich und Nationalsozialismus. War da nicht auch eine Wirtschaftskrise und hohe Arbeitslosigkeit vorausgegangen? Die Nationalsozialisten haben schnell den Feind betitelt, die Wirtschaft durch Aufrüstung angekurbelt und durch Ideologie das angeschlagene Selbstbewusstsein der Deutschen aufgerichtet. Heute nicht mehr möglich?

    Des weiteren zeigt das Leben, dass es nicht nur wirtschaftliche Nöte sind, die den Menschen in Existenznot bringen, sondern auch seelische, wie Isolation, Demütigung, Zwang, Geringschätzung usw. Was macht es zum Beispiel mit der Seele des Menschen, wenn er gegenwärtig sein muss, heimlich ausspioniert zu werden, Telefonüberwachung usw. weil er vielleicht als potenziell Terror Verdächtiger gilt (neues BKA Gesetz), oder bei Telekom oder Lidl arbeitet ( siehe die Verletzungen der Bürgerrechte und Datenschutzgesetze durch die Telekom und dem Lidlkonzern) ? Auch ist anzuerkennen, dass Not relativ ist und subjektiv empfunden wird. Ein hungernder Afrikaner wird wahrscheinlich die Existenzangst eines Europäers, der sich plötzlich seine Genüsse oder kulturellen Anregungen nicht mehr leisten kann, wenig verstehen. Für eine von Arbeitslosigkeit betroffene Mitteleuropäische Familie fühlt es sich aber durchaus bedrohlich an, wenn sie sich z.B. gewohnte Familienausflüge plötzlich nicht mehr leisten kann.

     

    Gewaltlosigkeit

     

    Warum aber sich nicht dagegen Auflehnen? Ist das nicht besser, als den Frust an Schwächeren auslassen? Sind die gegenwärtig politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen nicht doch Schuld an den Missständen?

    Es geht mir als Betroffener nicht darum dafür zu plädieren, sich schweigend alles gefallen zu lassen und den berechtigten Unmut zu unterdrücken, noch geht es mir darum Schuldige zu suchen, sondern um Auseinandersetzung mit der Not der Zeit und neue gewaltlose Strategien zur Überwindung zu suchen.

    Auflehnung gegen die herrschenden Bedingungen, würde den Erwartungen der Regierenden entgegenkommen und Ihnen die Rechtfertigung zum gewalttätigen Einschreiten geben. Die alten politischen Strukturen und Modelle würden verfestigt, bzw. noch ungünstiger verschärft. Selbst bei einem Sieg der Aufständischen im Sinne einer Revolution würden doch keine neuen, günstigeren, der Zeit angemessenen sozialen Modelle entstehen, sondern sich nur die Machtstrukturen ändern.

    Angenommen es würden Ausschreitungen und lautstarke Proteste gegen die sozialen Missstände völlig unterbleiben und statt dessen die betroffenen Bürger Ihre Kraft dazu verwenden Veranstaltungen und Eingaben mit neuen, schöpferischen Gedanken zur Gestaltung des sozialen Zusammenlebens einbringen, dann wäre die Strategie der Aufrüstung und Polizeigewalt völlig sinnlos, die Polizeikräfte arbeitslos und die politisch Verantwortlichen bloßgestellt und kämen nicht so einfach davon. Sie würden ins Leere laufen und müssten sich wirklich etwas Neues einfallen lassen um Ihrer Verantwortung für die sozialen Bedingungen der Bürger gerecht zu werden.

     

    Ein positives Beispiel zeigt eine Begebenheit im der Geschichte Gandhis. In der Zeit, als Indien noch eine Kolonie Englands war, lebte ein großer Teil der Bevölkerung Indiens vom Weben und Färben, verarmte aber vollständig, da die Einführung des englischen Tuches ihnen die Arbeit nahm. Statt zu Protesten aufzurufen oder mit Gewalt sich die benötigten Nahrungsmittel zu beschaffen, gab er den Rat, dass jeder Inder nur noch indisches Tuch trug. Die englischen Stoffe wurden boykottiert. England versuchte zwar durch Verurteilung Gandhis die Umsetzung dieser Idee zu verhindern, aber es konnte nicht wirklich gelingen, denn wie sollte man Menschen dazu zwingen, statt selbst gewebter Kleidung, englisches Tuch zu tragen, ohne sich als gewalttätiger Unterdrücker vor der Weltöffentlichkeit zu offenbaren. Niemand aus der Kampagne griff in irgend einer Weise die englischen Kolonialherren an oder gaben diesen Anlässe in irgend einer Weise ein gewaltsames Durchgreifen rechtfertigen zu können. Zwar gab es auf dem Weg zur Unabhängigkeit Indiens immer wieder ungerechtfertigte Übergriffe von Seiten Englands, mit harten Verlusten auf Seiten der Bevölkerung, aber gegen die konsequente Einhaltung der gewaltfreien Strategie, war es England unmöglich seine gewalttätigen Methoden auf Dauer moralisch zu rechtfertigen und durchzuhalten.

     

    Das Beispiel zeigt deutlich, dass Gewaltfreiheit kein ängstliches kuschen ist, sondern ein mutiges Einstehen für eine Idee und das Aufzeigen von Ungerechtigkeit, ohne die eigen Interessen dem anderen gewaltsam aufzwingen, mit der Bereitschaft durch die letzten hilflosen gewalttätigen Gesten des Gegners auch Verluste und Schmerzen zu erleiden. Möglich wurde dies aber nur, weil es nicht nur um eine Ablehnung einer bestehenden Situation ging, sondern um ein klare, praktische Zukunftsvision die der Zeit angemessen war.

    Auf die Verhältnisse der gegenwärtigen Situation in der westlichen Welt bezogen bedeutet dies, nicht einfach nur gegen Nato sein oder sonstige Einrichtungen und Gegebenheiten der sozialen und politischen Strukturen, sondern es bedarf konkreter Ziele, Gedanken und Vorstellungen, die einer zeitgemäßen Wirklichkeit entsprechen.

     

    Neue schöpferische Gedanken zur sozialen Ordnung

     

    Ein Blick auf die gegenwärtigen politischen Proteste und Auseinandersetzungen zeigt, dass viele Gruppierungen den Schwerpunkt ganz auf den Protest gegen etwas legen: gegen Nato, gegen Harz4, gegen Globalisierung usw., aber nur wenige auch Vorstellungen für etwas haben, ein konkretes Bild von einer günstigeren sozialen Ordnung. Bei den Gruppierungen, die auch konkretere Projekte und Zukunftsvorstellungen entwickeln möchten, liegt oft eine gewisse Hilflosigkeit vor, weil sie bei der Entwicklung Ihrer Vorstellungen doch auf alte, für unsere Zeit untaugliche Modelle zurückgreifen. Je nach Lager mehr kommunistisch, sozialistisch oder kapitalistisch, marktwirtschaftlich oder auch kirchlich karitativ.

    Meines Erachtens erfordert aber die menschliche Entwicklung einen Schritt in eine ganz neue soziale Ordnung.

    Aus Stammeskulturen und kleineren Königreichen haben sich größere Monarchien und Kaiserreiche gebildet. Die Monarchien wurden durch die Republiken als Staatsform abgelöst, demokratische oder diktatorische. In der gegenwärtigen Zeit sind in Europa und Amerika die demokratischen Staatsformen mit kapitalistischer Ausprägung und den Werten der freien Marktwirtschaft dominant. Vor noch kurzer Zeit spielte der Kommunismus und die soziale Marktwirtschaft eine größere Rolle. Entstanden sind die Begriffe und die damit verbundenen Vorstellungen von Kommunismus und Kapitalismus, freie oder soziale Marktwirtschaft aus der Situation, die sich aus der Industrialisierung ergeben haben. Jeder der aber auf die gegenwärtigen Verhältnisse schaut, wird doch zugeben müssen, dass es die „Arbeit“, mit den vielen an der Produktion von Wirtschaftsgütern Beschäftigten, in dem Masse und der Form wie zur Wirtschaftswunderzeit gar nicht mehr gibt und dass vermutlich auch in den ärmeren Ländern mit noch billigen Arbeitskräften in Zukunft der Mensch durch Computer immer mehr ersetzt wird. Das durch Bismarck in Deutschland eingeführte Kranken- und Sozialversicherungswesen war sicher ein großer Fortschritt, aber doch zugeschnitten auf seine Zeit. Trotzdem wird heute noch immer versucht, die sozialen Probleme mit den Modellen der Vergangenheit zu lösen, obwohl die Arbeit sicher neu definiert werden müsste und die damaligen sozialen Strukturen längst nicht mehr existieren. Die Ideen von Kommunismus, Kapitalismus usw. sind einmal neu entstanden. Warum sollen wir nicht den Mut haben neue Ideen jenseits von Kommunismus und Kapitalismus zu kreieren, auch wenn sie im ersten Moment utopisch erscheinen?

     

    Eine solche zukunftstaugliche, praktische Vorstellung zu einer zeitgemäßen und damit auch zu verwirklichenden Vorstellung ist meines Erachtens die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens. Menschen, die nach gründlicher Erwägung und freier Entscheidung sich hinter diesen Gedanken stellen und Ihn konsequent und mit gewaltfreien Methoden vertreten, werden mit Sicherheit ein großes Kraftpotential freisetzen und größere Aussichten haben ihre Lebensqualität zu verbessern, als diejenigen, die sich durch die äußeren Bedingungen zu emotional aufgeladenen Gewaltaktionen provozieren lassen.

     

     

    Methoden

     

    Es bleibt noch die Frage nach der praktischen Umsetzung, damit ein solcher Gedanke auch in die Verwirklichung kommt. Damit neue Gedanken und Impulse auch die Kraft zur Verwirklichung haben, benötigen sie eine genügende, anziehende Ausstrahlung, eine wirkliche Authentizität. Authentizität und Kraft bekommen sie meiner Erfahrung nach, indem sie immer wieder nach allen Richtungen hin gründlich durchdacht und ganz konkret vorgestellt werden. Dazu gehört auch die Anerkennung, dass der Mensch nicht nur in einer physischen, materiellen Welt lebt, sondern auch in einer seelischen und geistigen Realität. Was bedeutet dies konkret zum Beispiel für die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens?

    Stecke ich in wirtschaftlicher Bedrängnis, zum Beispiel als Sozialhilfeempfänger, entsteht der natürliche Wunsch nach einer Verbesserung und der Gedanke des Bedingungslosen Grundeinkommens könnte in mir Begeisterung auslösen: „ Genau, dass ist es, wenn ich einfach so ein Grundeinkommen hätte, das mir meinen Lebensunterhalt garantiert, ohne ständig diese oder jene Auflagen und bürokratischen Prozeduren erfüllen zu müssen, wären meine Probleme gelöst.“ Bliebe ich bei diesem Wusch stehen, so wäre es nur eine unrealistische Sehnsucht. Mehr Kraft würde der Gedanke schon bekommen, wenn ich mir ganz lebendig vorstelle, wie ich mein Leben gestalten werde, wenn ich ein Grundeinkommen hätte und mir auch Gedanken mache, wie die Idee so eingebracht werden kann, dass sie sich auch durchsetzen kann. Andere von der Idee überzeugen, nach dem Motto:“Gemeinsam sind wir stark.“ würde dem ganzen noch mehr Schubkraft geben. Es würde aber doch auf einer Ebene bleiben, die ganz aus einem egoistischen Standpunkt entspringt, wenn es auch mehrere Egoisten sind. Mit Sicherheit würde dies den Widerstand von Menschen hervorrufen, die in einer anderen Situation stehen, denn mit dieser alleinigen egoistischen Position könnte man überspitzt auch auf den Gedanken kommen, ich brauche mehr Geld, überfallen wir eine Bank. Anders sieht es aus, wenn ich auch die seelische Ebene mit einbeziehe. Eine gesunde Seele strebt nach Beziehung, Gemeinschaft und Entwicklung. Vom Standpunkt des Seelischen würde man auch den Mitmenschen sehen und den Gedanken des Bedingungslosen Grundeinkommens so durchdringen und die Vorstellung so gestalten, dass er zu einem Aufbau und Fortschritt für die Mitmenschen wird. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen nach einem Modell aus dieser Motivation durchdacht und gestaltet, würde denjenigen, die wohlhabend sind nichts wegnehmen und auch niemanden hindern zu arbeiten oder nach größerem Wohlstand zu streben, sondern im Gegenteil mehr Freiheit und Kreativität freisetzen. Wie anders wäre die Arbeit, wenn sie nicht aus wirtschaftlichem Zwang, sondern aus dem Wunsch nach Tätigkeit und oder mehr Wohlstand motiviert wäre? Eine Vorstellung, geboren aus einem Menschenbild, dass dem Menschen eine gesunde Seele mit dem Wunsch nach Entwicklung und echter Gemeinschaft zugesteht, mit dem Gedanken, ich möchte für einen seelischen Fortschritt und Aufbau für die Gemeinschaft arbeiten und dazu als ein Baustein für eine Grundsicherung aller eintreten, wird mehr Substanz und Ausstrahlung entwickeln, als ein alleiniges: „Ich will für mich eine Grundsicherung“.

     

     

    Aus spiritueller Sicht

     

    Spirituelle Lehrer wie zum Beispiel Heinz Grill und Rudolf Steiner betonen in Ihren Werken den Entwicklungsgedanken in der Menschwerdung, dass heißt, sowohl die Menschheit insgesamt, als auch der Einzelne trägt in sich eine Kraft, die ständig nach Wachstum, seelisch-geistiger Vervollkommnung und Freiheit drängt. In der Geisteswissenschaft wird dieser Prozess mit dem werden eines Ich oder auch Individuation benannt. Dies entspricht in etwa dem Begriff des Selbst oder Selbstwerdung im Yoga.

    So wie der einzelne Mensch verschiedene Entwicklungsphasen von der Geburt bis zum reifen Menschen durchläuft, macht auch die Menschheit insgesamt Entwicklungsphasen, die mit den aufeinander folgenden Kulturepochen identisch sind, durch. Jede dieser Kulturepochen geht mit der Entwicklung neuer Fähigkeiten und Möglichkeiten einher, mit dem Ziel einer größer werdenden Freiheit und Verantwortung. Ein Kind ist noch abhängig von der Versorgung durch die Eltern und trägt wenig Verantwortung. Im Laufe der Entwicklung erwirbt es immer mehr Fähigkeiten und wächst zum Erwachsenen mit mehr Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiraum. Die Menschheit war im Beginn noch ganz Abhängig von den Göttern oder Ihrem Schöpfer und entwickelt immer mehr eigene Schöpferkräfte, Freiheit und tritt damit immer mehr in eine Eigenverantwortung.

    Das Leben zeigt, dass die Entwicklungsphasen eines Menschen durch allerlei Hindernisse wie Erziehungsfehler, Krankheiten und andere Hindernisse gestört sein kann und oder der Erwachsene nicht genügend Eigenaktivität und Verantwortung übernehmen will.

    Genauso zeigen die verschiedenen Kulturepochen äußere oder selbst gemachte Hindernisse auf dem Weg zur Entwicklung von mehr Freiheit und Eigenverantwortung. Ein Zeichen für die gesunde Entwicklung eines Ich im Sinne des Yoga, ist die Fähigkeit sich selbst Ziele zu setzen. Eine empfehlenswerte Lektüre zum Thema spirituelle Zielsetzung, ist die Broschüre: „ Die geistige Bedeutung des Geldes. Die Entwicklung eines spirituellen Zielkonzeptes.“ von Heinz Grill, erschienen im Lammers-Koll-Verlag (www.lammers-koll-verlag.de).

     

    Eine neue Art des Friedens

    Ein sorgfältig ausgearbeitetes Konzept zu einem Bedingungslosen Grundeinkommen, ausgehend von einer Zielsetzung:

    a) spirituell: „es soll die Individuation des Menschen gefördert werden“

    b) seelisch: ich möchte für einen seelischen Fortschritt und Aufbau für die Gemeinschaft arbeiten und dazu als ein Baustein für eine Grundsicherung aller eintreten“

    c)materiell: „ich möchte meine Existenz durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen sichern, damit ich in Freiheit entscheiden kann, was ich als Arbeit für mich und meinen Luxus oder für das Gemeinwesen leisten will.“

    Auf legale und gewaltlose Weise erkämpft, wäre meines Erachtens eine echte Alternative zu Protesten und ein Beitrag zu einer neuen Art des Friedens.

     

    Gerhard Himmel

    Freiheit der Forschung und Lehre. Leben wir in einer Witschaftsdiktatur?

    27. November 2009

    Freiheit der Forschung und Lehre. Leben wir in einer Witschaftsdiktatur?
    In diesen Tagen steht das Thema Bildung im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Zum Einen machen die Studenten mit der Besetzung der Universitäten und Demonstrationen auf die Katastrophalen Zustände ihrer Studienbedingungen aufmerksam, zum Anderen beteuern alle politische Parteien, wie wichtig Sie das Thema Bildung für die Zukunft, im Zusammenhang mit  Wirtschafts- und Finanzentwicklung sehen.  Auch Freiheit und Chancengleichheit im Zugang zur Bildung wird erwähnt.  Die Regierung verspricht den Ausbau von Kitaplätzen, Erhöhung der Bafög Bezüge und mehr Geld für die Kinder zur Bildungsförderung. Sehen wir einmal davon ab, dass dabei auch Leistungen in Form von Gutscheinen erwogen werden, weil ja die Eltern mit wenig Geld angeblich unsozialer sind und das Geld eventuell lieber zu Ihrem eigenen Genuss verbrauchen. (dahinter steckt wohl das Menschenbild Arm = asozial und unfähig). Was mir aber besonders auffällt, die Politiker verlieren kein Wort über den Inhalt von Bildung. Sie gehen davon aus, dass die Probleme gelöst werden in dem Kinder möglichst früh gebildet werden und dass Mittel für Verbesserung zur materiellen Ausstattung für Schulen und Universitäten bereitgestellt werden. Dies ist sicher Notwendig, aber die Studenten fordern vor allem mehr Freiheit. Darauf geht niemand (Ausnahmen bestätigen die Regel, so haben zumindest die Grünen und einige Professoren sich mit dieser Forderung der Studenten solidarisiert) ein. Die Freiheit ist ein hochgelobtes Ideal der Forschung und Lehre und auch die Bundesrepublik rühmt sich als freier, demokratischer Staat. Die Realität zeigt aber, dass sich das Prinzip der Freiheit von Lehre, Wissenschaft und Bildung im Laufe der Entwicklung immer mehr zurückgezogen hat und ich würde mal behaupten, dass wir in Forschung, Lehre und Bildung in demokratischer Freiheit, sondern in einer Diktatur der Wirtschaft  leben. So sollen die Kinder schon im Vorschulalter mit Wissensinhalten gefüttert werden, um Ihre Chancen zu erhöhen? Die Inhalte dieser Vorschulbildung, aber auch die Inhalte der Schulbildung und auch Inhalte des Studiums, die immer mehr vom System festgelegt werden, orientieren sich an der gesellschaftlichen „Realität“, sprich an den Wirtschaftserfordernissen. Die Inhaltsbestimmenden Fragen beschränken sich doch hauptsächlich darauf: was braucht die Wirtschaft? Eine Wirtschaft, dessen Glaubenskredo darin besteht: ständiges, unendliches Wachstum durch Vermehrung von Wirtschaftsgütern. Bildung ist dann nichts weiter als fit machen für den Wettbewerb in der freien Marktwirtschaft. Gegen die Bemühungen  darum, dass jeder die Chance erhält, an diesem Wettbewerb teilzunehmen ist nichts auszusetzen,  ist aber nur ein Teil der Freiheit. Wer fragt eigentlich nach den Bedürfnissen einer Kinderseele jenseits der Freien Marktwirtschaft?  Nach der freien Lehre und Wissenschaft? Die Studenten drücken in Ihrem Protest klar aus, dass Ihr Bedürfnis auf Bildung sich gerade nicht auf Inhalte beschränkt, die auf Forderungen eines Wirtschaftsbereiches bestehen. Ist der Mensch nichts anderes, als Diener einer „Freien Marktwirtschaft“ und soll Bildung nichts anderes sein als perfekter Diener dieser Marktwirtschaft sein? Schaut man auf die Lehrpläne der Grund und Realschulen findet man nicht viel kulturelles, künstlerisch Kreatives. Kinder aus sogenannten unteren Bildungsschichten kommen auch in der Schule zunächst kaum  in Berührung mit wirklichen kulturellen und künstlerischen Elementen. Kinder aus den mittleren und höheren eventuell in der Familie. Selbst auf den staatlichen Gymnasien sind Allgemeinbildung und Kultur zurückgetreten zu  Gunsten „nützlichen Wissens“. Nur eine kleine Elite „Kreativer“ kann sich dann „Frei in der Freien Wirtschaft verspekulieren und dafür noch mit Milliarden gefördert werden. Oder im günstigen Fall wirklich mal mit einer innovativen Idee zum Fortschritt beitragen. Es wäre mal interessant zu verfolgen, welche Umstände dazu beigetragen haben, warum derjenige fähig war, diese Kreativität zu einem wirklichen Fortschritt zu entwickeln. Unser staatliches Bildungssystem?
    Bei der Ausgestaltung des Schulsystems und der Bildungsinhalte, werden Pädagogen und Psychologen als Fachkräfte nicht mit der Frage nach der gesunden Entwicklung eines Menschen zu Rate gezogen, sondern wie man es schafft einen bestimmten Inhalt in kürzester Zeit zu implementieren. Im Wissenschaftsbetrieb steht auch nicht mehr ein ergebnisoffenes Forschen (Bedingung für eine freie Wissenschaft) im Vordergrund, sondern die Ergebnisorientierte Gutachter Erstellung. Ergebnisse werden dabei vorgegeben durch die Privatwirtschaft.
    Fazit: Wir leben nicht in einer Gesellschaft des freien Bürgers, sondern in einer Wirtschaftsdiktatur, in der nur die „Freie Marktwirtschaft“ frei  ist. Die Frage die man sich stellen sollte, ist doch: Wollen wir eine „Freie Wirtschaft“? Oder einen freien Bürger mit freiem Geist und freier Bildung?
    Politik sollte in einer Demokratie das Instrument sein, mit dem die Bürger Ihre Gesellschaftsbedingungen  gestallten können, nicht ein Instrument das Gesellschaftsbedingungen an Wirtschaftsidiologien anpasst.

     Klimagipfel in Kopenhagen
    Zum Klimagipfel in Kopenhagenhagen hier ein Tip für einen Film über unsere Heimat Erde zum Nachdenken. Er hatte im Juni seine Weltpremiere – nicht nur im Kino, auch im Internet. Passend zum Tag der Umwelt. Dokumentarfilm „HOME“ von Yann Arthus-Bertrand und Luc Besson.
    „HOME“ zeigt unseren Planeten in atemberaubenden Aufnahmen, macht aber auch auf seine massiven Umweltprobleme aufmerksam. Hier der Link zum Film im Internet.
    Ob der Klimagipfel in Kopenhagen wirkliche Ergebnisse zeigt, hängt nicht nur von den dort tagenden Politikern ab sondern auch von den Gedanken,  den kleinen oder großen Initiativen und der inneren Haltung jedes Erdenbürgers ab. Politiker können letzten Endes auch nur dasjenige  umsetzen was mehr oder weniger bewusst von der Bevölkerung als  Gedanken und Wollen in das Gedanken und Stimmungsklima hineingetragen wird.

    Klimagipfel in Kopenhagen

    26. November 2009

    Zum Klimagipfel in Kopenhagenhagen hier ein Tip für einen Film über unsere Heimat Erde zum Nachdenken. Er hatte im Juni seine Weltpremiere – nicht nur im Kino, auch im Internet. Passend zum Tag der Umwelt. Dokumentarfilm „HOME“ von Yann Arthus-Bertrand und Luc Besson.
    „HOME“ zeigt unseren Planeten in atemberaubenden Aufnahmen, macht aber auch auf seine massiven Umweltprobleme aufmerksam. Hier der Link zum Film im Internet.

    Ob der Klimagipfel in Kopenhagen wirkliche Ergebnisse zeigt, hängt nicht nur von den dort tagenden Politikern ab sondern auch von den Gedanken,  den kleinen oder großen Initiativen und der inneren Haltung jedes Erdenbürgers ab. Politiker können letzten Endes auch nur dasjenige  umsetzen was mehr oder weniger bewusst von der Bevölkerung als  Gedanken und Wollen in das Gedanken und Stimmungsklima hineingetragen wird.

    Der Wert des Geldes und die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens

    26. November 2009

    Der Wert des Geldes

    In unsere Gesellschaft wird dem Geld ein sehr hoher Wert beigemessen, man könnte fast vermuten den größten Wert den es zur Zeit gibt. Ein Produkt ist soviel Wert, wie es kostet, eine Arbeit wird meist danach bewertet wie viel Lohn man dafür bekommt. Unter Wertschöpfung wird in der Politik verstanden, wie viel Steuern erwirtschaftet werden und in der Wirtschaft wie viel Rendite etwas bringt. Gemessen an einem Panzer ist ein Brot sehr wenig wert. Einige Billionen Euro die in einem Safe liegen ist sehr viel Wert, wesentlich mehr als all die Arbeit die jemand leistet, der unseren Müll wegräumt? Oder die Gedanken eines Elternpaares, das über eine förderliche Kindeserziehung nachdenkt?

    Wieso messen wir dem Geld eigentlich einen so großen Wert zu? So viel, dass sich viele Menschen minderwertig fühlen, weil sie wenig Geld haben und tatsächlich auch sehr oft danach bewertet werden wie viel Sie besitzen oder verdienen. Natürlich ist es so, dass jeder in unserer Gesellschaft lebende Geld benötigt, damit er leben kann und teilnehmen kann an der Gemeinschaft, denn es ist das gängige Tauschmittel, dass ich als symbolischen Wert gegen benötigte Waren oder Leistungen tauschen kann. Wahrscheinlich ist es in unserer globalisierten Welt auch praktisch ein solches symbolisches Tauschmittel zu benutzen, denn es ist wohl kaum denkbar, dass z.B. ein Friseur nach Taiwan fliegt, um dort seine Dienstleistung für ein Handy einzutauschen.
    Geld ist also ein ganz praktisches Tauschmittel. Darüber hinaus hat es nur den Wert, den wir Ihm geben, beziehungsweise welche Gedanken und Absichten wir damit transportieren. Zur Zeit ist es bedauerlicherweise so, dass es hauptsächlich dazu benutzt wird um Macht, Abhängigkeit und die Aufwertung des eigenen Status zu transportieren. Wäre es nicht ein wunderbarer Gedanke, den Menschen als Mensch und seine Arbeit als selbst bestimmten Beitrag zur Gemeinschaft wert zu schätzen, statt dem Geld soviel Wert zu zumessen? Zu Fragen wozu jemand sein Vermögen einsetzt, statt wie viel er hat? Voraussetzung dafür wäre natürlich eine Gesellschaft, in der jeder genug Geld zur menschenwürdigen Teilnahme und Existenzsicherung in der Gemeinschaft hat, denn sonst ist er Abhängig und leichter zu erpressen, zu manipulieren und nicht frei darin, seine Arbeit so zu geben, wie er es für sinnvoll und aus freiwilliger Entscheidung, Einsicht und Berufung tut. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist ein Paragraph der Menschenrechte. Eine konsequente Folgerung daraus wäre, dem Menschen eine würdige materielle Existenz zu geben, ohne Bedingungen, einfach als Würdigung, dass er ein Mensch ist.

    Ist es einer Gesellschaft würdig die sich etwas auf Ihre freiheitliche, demokratische, Menschenrechte bewahrende Ordnung Einbildet. Die im Überfluss lebt, im Alltag dem Geld und Besitz mehr Wertschätzung entgegenbringt als dem Menschen und es zulässt, dass viele von der Teilnahme an Ihr ausgegrenzt sind?

    Es stellt sich doch die Frage, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.

    Für mich persönlich und mit Sicherheit für die meisten Menschen ist die Frage nach dem Sinn Ihrer Arbeit und ihres Handelns sehr wichtig und es ist eine der stärksten Krankheitsursachen, wenn der Mensch keinen wirklichen Sinn und Wert in seiner Existenz sieht.

    Was macht es mit den Seelen unserer Kinder, wenn sie in der Schule lernen, das es das Wichtigste ist einen gut bezahlten und sicheren Arbeitsplatz zu finden und immer offensichtlicher wird, dass es diese Arbeitsplätze nur für wenige gibt? Die Angst wenn man es nicht schafft, plätschert das Leben sinnlos am Rande des Existenzminimums dahin?

    Der Wert des Geldes Teil 2

    Wie schon im ersten Teil angesprochen, bemessen wir den Wert einer Sache oder Arbeit oft daran, wie viel es kostet, dass heißt auch nach seinem materiellen Wert und auch mit dem Begriff Wertschöpfung verbinden wir die Menge an Geld, das dabei erwirtschaftet wird. Dieser Blick rein auf das Materielle hat dazu geführt, dem Geld an für sich einen Wert beizumessen, unabhängig davon was mit dem Geld geschieht. Ob es im Tresor lagert, damit Lebensmittel gekauft werden oder in ein Unternehmen investiert wird. Dabei dreht sich die Wertschätzung einer Sache, Arbeit oder Leistung völlig um und es wird nicht mehr darüber nachgedacht, wie Sinnvoll oder Wertvoll eine Handlung oder Arbeit für die Gemeinschaft und das Leben ist, und auch nicht mehr welche Folgen und Konsequenzen für die Zukunft daraus entstehen. So wird zum Beispiel in der momentanen Wirtschaftskrise sehr viel Geld investiert um die maroden Banken zu retten, damit diese wieder Kredite in eine Wirtschaft geben können, die nach altem Muster ganz auf Gewinnoptimierung und Wertschöpfung im Sinne von Geldwert ausgerichtet sind. In Bildung, Erziehung und Löhne für Krankenschwestern, überhaupt für menschliches Personal im Gesundheitswesen wird dagegen sehr wenig investiert, denn es wird nicht als Wertschöpfung angesehen, es springt dabei auf den ersten Blick kein Geldgewinn raus, kein Wert.

    Vorausgesetzt wir stellen fest, dass wir mit einer Situation nicht zufrieden sind, zum Beispiel damit, wie zur Zeit mit dem Thema Geld und Wertschöpfung umgegangen wird, so stellt sich die Frage, wie es verändert werden könnte. Der erste Schritt wäre dann, uns Vorstellungen und Gedanken zu bilden, wie es günstiger aussehen könnte. Bei diesem ersten Schritt der Vorstellungsbildung sollten wir darauf achten, dass wir von einem Ideal ausgehen, dass zunächst vollkommen die Frage nach der Machbarkeit ausklammert und auch die bestehenden Bedingungen und was es bisher aus unserer Erfahrung gab, denn sonst blockiert man sich den Weg zu einem wirklichen Fortschritt. Flugzeuge zum Beispiel könnte es nicht geben, wenn nicht einige mutige Menschen die Vorstellung gehabt hätten fliegen zu wollen und sich dabei nur auf die ihnen bisher bekannten Erfahrungen und ihr Wissen gestützt hätten. Sofort wäre die Vorstellung zusammengebrochen, denn die bisherige Erfahrung zeigte ihnen ja, es ist unmöglich. Aller Fortschritt beruht auf dem Mut, sich zunächst Gedanken und Ideen zu entwickeln, unabhängig von den bestehenden und alten Erfahrungen. Erst in einem nächsten Schritt kommt dann die Frage wie kann es umgesetzt werden und die Suche nach neuen Möglichkeiten zur Realisation des Zieles. Zunächst muss ein möglichst klares Ziel vorhanden sein.

    Wir können zum Beispiel von dem Ideal ausgehen, dass jeder Mensch in sich die Anlage eines freien, schöpferischen Ich, einen göttlichen Funken trägt und damit einen Wert, einen Selbstwert hat, der unabhängig von seinem äußeren Stand, Hautfarbe, Religion oder Besitz hat. Unser Grundgesetz zeigt ja, dass wir uns eine Ordnung wünschen, die diesem Menschenrechtsideal entspricht. Wir können uns zum Ziel setzen, dieses geistige Ideal so Lebendig in uns zu gründen, dass wir in der Begegnung mit anderen Menschen, ob mit Nachbar, Familienmitglied, Chef, Angestellter, Kollege oder wer auch immer, in dem Bewusstsein leben, dass wir Selbst im Innersten den gleichen Wert haben wie unser Gegenüber, unabhängig von unseren Fähigkeiten oder sozialem Stand, Charaktereigenschaften, Weltanschauung oder sonstiges. Wir sind ein König, unser Gegenüber ist ein König, im Innersten sind wir auf gleicher Augenhöhe und wir Wertschätzen uns und den Mitmenschen als mit einem göttlichen Funken begabtes Wesen, auf dem Weg zu einer einer immer größer werdenden seelischen Freiheit und Vollkommenheit. Gleichzeitig sind wir uns Bewusst, dass wir in der äußeren, materiellen Welt doch sehr verschieden in unseren Anlagen Fähigkeiten, Aufgaben, unserer Erscheinung, sozialen Stellung und Besitzverhältnissen sind. Es ist eine Tatsache, dass der Filialleiter andere Aufgaben und damit auch Entscheidungskompetenzen hat, als der Lehrling, der Personalchef oder der Lagerarbeiter, trotzdem ist niemand mehr oder weniger Wert im Sinne des Mensch Seins und es wäre ein lohnenswertes Ziel, sich in diesem Bewusstsein zu begegnen. Dieses Ideal benötigt natürlich auch ein äußeres, sichtbares Ausdrucksmittel auf den menschlichen Begegnungsebenen. Wenn ich ein Haus nur denke und vorstelle, aber nicht baue, bleibt es nur ein Luftschloss und sei es noch so schön.

    Eine Möglichkeit, wie wir ein solches Ideal zum Ausdruck bringen könnten, wäre der Umgang mit Geld. Wie wäre es, wenn jeder ein Grundeinkommen bekäme, einfach weil er Mensch ist und wir Ihm deshalb die Wertschätzung und dass Recht zu einem angemessenen Leben entgegenbringen. Das Grundeinkommen wäre einfach eine Geste der Wertschätzung, unabhängig davon, ob jemand bedürftig ist oder nicht, es wäre kein Lohn und auch kein Almosen, es wäre ein wertfreies Ausdrucksmittel mit der Botschaft: „Du bist ein Mensch und damit Wert zu leben“. Es macht keinen Unterschied, ob Du in armen oder reichen Verhältnissen geboren bist.

    Darüber hinaus könnten wir uns vorstellen, ein Wertebewusstsein zu entwickeln, das eine Tat, Arbeit oder Leistung nach Kriterien bemisst, die sich daran orientieren, welche Auswirkungen sie auf die Mitmenschen in der Gegenwart und überschaubarer Zukunft hat, sowohl auf seelischer, sozialer und materieller Ebene, nicht bemessen an Masse und Geldvermehrung, sondern Qualität.

    Es würde sich nicht widersprechen, eine Arbeit oder Leistung dadurch zu würdigen, indem als Ausdruck der Wertschätzung ein Geldlohn dafür bezahlt würde, aber die Richtung der Wertschätzung würde sich ändern. Es würde nicht mehr bedeuten, Du und Deine Arbeit sind soviel Wert, weil Du viel Geld dafür bekommst, sondern: „Ich schätze Deine Leistung und als Ausdruck dafür gebe ich Dir Geld.“ Mich persönlich berührt es zum Beispiel immer sehr unangenehm, die Verknüpfung zu sehen, jemand der eine anstrengende, für alle sehr wichtige Arbeit verrichtet, z.B. Kranke pflegt, bekommt dafür verhältnismäßig geringe Anerkennung in Form von Lohn und darüber hinaus auch keine besondere gesellschaftliche Wertschätzung. Waffenhändler dagegen bekommen meist auf beiden Ebenen sehr viel.

    So wie jemand der ein Haus nach seinen idealen Wünschen bauen möchte, nach der Vorstellung und Planung im sich im nächsten Schritt Gedanken machen muss, welche statischen Berechnungen, Material und Arbeitsgänge notwendig sind, um das Projekt zu realisieren, müssen sich natürlich auch nach der Vorstellung von einem anderen Umgang mit Geld und Wertebewusstsein Gedanken anschließen, wie die Idee auch in die bestehende Wirklichkeit integriert werden kann.

    Es existieren schon einige Denkmodelle und Vorstellungen, wie eine solche Idee im konkreten umgesetzt werden könnte. Wer sich für das Thema Interessiert kann unter der Folgenden Webseite Informationen finden: www.unternimm-die -Zukunft.de.

    „Wer Freiheit erlangen will, gewähre Freiheit“ Edward Bach

    Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens

    Vom 14. – 20.9.2009 fand in Deutschland die Woche des Grundeinkommens. Das heißt in vielen Städten der Bundesrepublik  fanden Veranstaltungen wie Theater, Vorträge, Kinderveranstaltungen, Informationsstände und andere Aktivitäten statt, die auf die Idee des Grundeinkommens aufmerksam machten und informierten . Diskutiert wird die Idee des Grundeinkommens in fast allen Parteien, mit verschiedenen Modellen der Umsetzung, aber bei allen besteht die Problematik, dass Sie nicht wirklich den Mut haben, alte Denkstrukturen und Machtinteressen zu überwinden und greifen nicht wirklich die Bedingungslosigkeit auf.  Nähere Informationen dazu findet man im Internet auf verschiedenen Seiten unter dem Suchbegriff Grundeinkommen.
    Viele, für die diese Idee neu ist, tun sie aber gleich als Spinnerei ab, oder zumindest als Illusion angesichts der bestehenden Finanzkriese und dem Gejammmer der Politiker, das es ja schon nicht zu bezahlen ist, wenn jetzt zum Beispiel nach den Tarifverhandlungen mit den Kindertagesmüttern diese etwas mehr Lohn bekommen. In der Tat muss natürlich gefragt werden, wie denn ein Bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren wäre. Interessant ist, dass bedeutende Wirtschaftsexperten, Wissenschaftler  und Führungskräfte der Finanzmärkte eindeutig zu dem Ergebnis kommen, dass es kein Problem der Finanzierung gebe, sondern das Problem eher im Umgang mit der neu entstandenen Freiheit und größeren Verantwortungsübernahme  liegt, die entsteht, sollte die Idee des  bedingungslosen Grundeinkommens verwirklicht werden.
    Ein Modell der Finanzierung über eine neue Steuerpolitik zur Finanzierung, die meines erachtens auch ein sehr gesundender Beitrag zur Beendigung der Finanzkriese wäre (im Zusammenhang mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens) wird in dem Film über das Grundeinkommen ( er kann auf der 2.Seite dieses Blogs angeschaut werden) dargestellt. An dieser Stelle möchte ich es aber in den Grundzügen Beispielhaft noch einmal darstellen.
    Die Idee ist die Einführung einer Konsumsteuer, die wir ja alle schon in Form der Mehrwertsteuer kennen, und die Abschaffung aller anderen Steuern. An dieser Stelle erheben gleich viele, vor allem linksorientierte Politiker, Protest mit dem Argument, die Konsumsteuer bzw. Mehrwertsteuer belaste vor allem Niedrigverdiener und Arbeitnehmer mit geringem Einkommen, denn die Steuer wird ja immer dann fällig, wenn Ware oder Dienstleistung gekauft wird und es wäre ungerecht, wenn die Konsumenten mit einer hohen Steuer belegt würden. Stimmt das aber, wenn davon ausgegangen wird, dass alle anderen Steuern wegfallen`? Wird dann auch alles noch viel teurer ? Man sieht ja auf den Rechnungen, wie durch die ausgewiesene Mehrwertsteuer  der Endpreis erheblich steigt.
    Die Realität ist aber, dass  im Preis einer Ware oder Dienstleistung wesentlich mehr Steuern  stecken, nur dass der Konsument es nicht realisiert, denn auf der Rechnung erscheint nur die Mehrwertsteuer. Angenommen Sie kaufen ein Hemd im Supermarkt, so setzt sich der Preis zusammen, aus den Ausgaben, die der Supermarktinhaber selbst für den Wareneikauf hatte (darinnen  stecken ja schon ein Teil Steuern, denn der Hersteller legt natürlich seine Ausgaben, die Löhne (Lohnsteuer und sozialausgeben, stecken da schon drin) die er für seine Arbeiter zahlt, auf den Preis um. Dann anteilig was der Supermarktinhaber an Kosten für Gebäude, Logistik und Einrichtung hat, die Löhne und Lohnnebenkosten (wiederum sind darin Steuern und Sozialabgaben), seine Umsatzsteuern ( falls  er sich nicht wie viele Großunternehmer geschickt um diese Steuern drückt),  die Mehrwertsteuer und natürlich möchte er ja auch noch etwas verdienen. Kurz gesagt, sind im Preis den der Endverbraucher zahlt, eine Menge versteckte Steuern enthalten. Ein Teil der Steuern, die der Staat einnimmt, wird in dem bestehenden Steuersystem, das Arbeit und Leistung besteuert, von der Verkäuferin bezahlt, die Ihnen das Hemd an der Kasse einpackt.  Falls Sie als Verbraucher in Lohnabhängiger Arbeit stehen, haben Sie darüberhinaus schon vorher für Ihr verdientes Geld, mit dem Sie das Hemd kaufen, anteilig Lohnsteuer an den Staat gezahlt.
    Würden aber alle Steuern bis auf die Konsumsteuer wegfallen, so könnte diese Konsum oder Mehrwertsteuer um soviel erhöht werden, dass der Endpreis gleich bliebe. Dann würde der Staat für das Hemd die gleichen Steuereinnahmen haben wie vorher. In diesem Fall würden Sie als Konsument den ganzen Steueranteil zahlen, hätten aber den genauen Überblick, wie viel Sie tatsächlich an den Staat abführen. Die Verkäuferin zum Beispiel müsste dann nicht mehr auch noch für Ihre Arbeit einen Teil der Steuerlast tragen. Sie wird aber sicher auch etwas kaufen müssen und dann, wenn Sie etwas nimmt dafür einen Teil an die Gemeinschaft der Steuerzahler in Form der Konsumsteuer abgeben.
    Jemand der zum Beispiel viel Geld hat, ein sogenannter Reicher, müsste dann auch viel Steuern zahlen, wenn er sich einen Luxus gönnt. Denn wenn er sich zum Beispiel einen Privatjet anschafft, würde er dann mit der Konsumsteuer einen ordentlichen Teil Steuern zahlen, um den man sich nicht geschickt rummogeln kann, wie um die Einkommenssteuer. Ein Unternehmer der Menschen als Arbeitskraft einstellt, würde auch nicht mehr steuerlich dafür benachteiligt werden, weil er Lohnsteuer und Sozialabgaben dafür zahlen muss. Vor allem kleinere Betriebe würden durch den Wegfall der Lohnsteuer und Sozialabgaben sehr entlastet. Die momentane Realität sieht in etwa so aus, dass ein Kleinunternehmer für einen Arbeiter mit 10,00 € Stundenlohn in Wirklichkeit etwa 20,00 €  Ausgaben hat, da muss er sich 3mal überlegen, ob er dass leisten kann. Dem Arbeiter selbst bleiben von den 10,00 € auch höchstens 7,00 € (wenn überhaupt).  Wer von den beiden soll denn dann noch genug haben, um den subventionierten Opel zu kaufen und vor allem, wer soll denn die Steuergelder  aufbringen durch Lohnsteuer, wenn es immer weniger von dieser Arbeit gibt?
    Weg von der Einkommenssteuer zu einer effektiven  Konsumsteuer, würde sehr viel Geld in der Verwaltung sparen,  wäre viel übersichtlicher und auch einfacher zu überschauen, Schwarzarbeit  gäbe es nicht mehr und jeder müsste Steuern zahlen, denn Konsumenten und Verbraucher sind alle.
    Ich bin kein Finanz- oder Steuerexperte, aber die Idee als solche leuchtet mir ein und ich finde es reichlich ungerecht, wenn die große Steuerlast ausgerechnet von denen getragen werden soll, die eine Arbeit für die Gemeinschaft leisten. Wer sich näher damit befassen möchte und auch Ausführungen von Fachleuten zu dem Thema der Finanzierbarkeit hören möchte, findet entsprechende Informationen unter www.unternimm-die-zukunft.de / , www.unternimm-die-zukunft.de/,  www.unternimm-die-zukunft.de /.

    © Gerhard Himmel

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